Statements und Berichte
Mathe-Panik im Hörsaal?
Martin GertlerLerne, wie du mit Flipped Classroom Inklusion für Studierende mit Dyskalkulie möglich machst. Werde vom Dozenten zum Lernbegleiter!Das kennst du vermutlich auch: du schreibst eine Formel an die Tafel, drehst dich um und blickst in Gesichter, die nicht nur fragend, sondern panisch wirken.
Für Studierende mit Dyskalkulie (Rechenstörung) ist die Hochschule oft ein Spießrutenlauf. Traditionelle Vorlesungen sind für sie meist zu schnell, zu abstrakt und kognitiv überfordernd.Die Folge: Massive Mathematik-Angst, Blackouts und Studienabbrüche – oft bei eigentlich sehr begabten Menschen.
Vom Wissen zur Kompetenz
Lerne, wie du mit Bloomscher Taxonomie und Constructive Alignment Kurse gestaltest, die echte Handlungskompetenz vermitteln. Jetzt mehr erfahren!Lernziele sind mächtige Werkzeuge – vorausgesetzt, du gibst ihnen die richtige Ausrichtung. Es gilt, weg vom reinen auswendiggelernten Abrufwissen zu kommen und hin zu überprüfbaren Kompetenzen, die durch Training erworben werden.
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🙋♂️ Fragen aus den Beiträge hier
FAQs
- Was ist das Flipped-Classroom-Modell (oder Inverted Classroom)?
- Beim Flipped Classroom wird die traditionelle Lehre umgedreht: Statt Frontalunterricht im Hörsaal zu halten und die Anwendung der Inhalte als Hausaufgabe aufzugeben, findet die Wissensvermittlung (z. B. durch Videos) in der Selbstlernphase statt, während im Hörsaal die aktive Anwendung und Interaktion im Zentrum stehen.
- Warum ist Flipped Classroom mehr als nur das Bereitstellen von Videos?
- Es geht um eine grundlegende Transformation der Lehre weg von rein instruktionalen Modellen hin zu Szenarien, in denen die Lernenden und ihre aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten im Mittelpunkt stehen.
- Wie kann Flipped Classroom bei Studierenden mit Rechenstörungen (Dyskalkulie) helfen?
- Traditionelle Vorlesungen sind für betroffene Studierende oft zu schnell und abstrakt, was zu Ängsten und Studienabbrüchen führt. Flipped Classroom ermöglicht ein individuelles Lerntempo in der Selbstlernphase, was die kognitive Überforderung reduziert und Inklusion fördert.
- Welche Rolle spielen Bloom'sche Taxonomie sowie EQR und DQR bei der Gestaltung von Lehre?
- Diese Instrumente helfen dabei, Lernziele präzise zu definieren und den Kompetenzerwerb der Studierenden messbar in Stufen einzuteilen, um den Anforderungen des Qualifikationsrahmens gerecht zu werden.
- Warum wird das „hybride“ Lehrmodell von 2020 oft als Sackgasse bezeichnet?
- Viele hybride Formate, wie sie 2020 praktiziert wurden, führten bei den Beteiligten zu einer hohen Erschöpfung, da sie den didaktischen Anforderungen an eine echte Interaktion oft nicht gerecht wurden.
- Wie unterscheidet sich die Transferwerkstatt von herkömmlichen Kursen oder Büchern bei der Umsetzung von Flipped Classroom?
- Während Bücher oder rein passive Onlinekurse oft eine geringe Umsetzungsrate aufweisen, bietet die Transferwerkstatt durch die Kombination aus Wissensvermittlung, Community-Anbindung, Live-Meetings und praktischer Aufgabenstellung eine deutlich höhere Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Anwendung des Gelernten.
- Warum ist es wichtig, den Fokus von auswendig gelerntem Wissen auf Kompetenzen zu verlagern?
- Reines Abrufwissen reicht oft nicht aus, um komplexe Anforderungen zu erfüllen. Durch die Ausrichtung auf überprüfbare Kompetenzen, die gezielt durch Training erworben werden, wird sichergestellt, dass Studierende das Gelernte in der Praxis anwenden können.
Drei Wege, deinen Flipped Classroom zu bauen:
„old-school“: Buch
- Lesen, ein wenig verstanden. ✅
- Durchblättern, etwas suchend. 🤔
- Aber keine Antworten erhalten.❓
- Leider keine Community vorhanden. 🤨
- Auch keine Live-Meetings vorhanden. 🧐
- Weggelegt, vergessen, verstaubt. ☹️
„old-school“: Kurs
- Zuhören, schon mehr verstehen. ✅
- Durchblättern, noch mehr verstehen. ✅
- Erste Antworten gefunden. ✅
- Leider keine Community vorhanden. 🤨
- Auch keine Live-Meetings vorhanden. 🧐
- Weggeklickt, Zugang vergessen. 😑
Transferwerkstatt
- Zugehört, echt viel verstanden. ✅
- Die Aufgaben eingereicht. ✅
- In der Community angedockt. ✅
- An Live-Meetings teilgenommen. ✅
- Den eigenen Kurs strukturiert. ✅
- Die ersten Elemente fertig. 😸
